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Dem inneren Ruf folgen - meine BeRUFung finden – 2. Teil

 

Die Reise beginnt! Setzen Sie die Segel und bergen Ihren Schatz...

Im ersten Teil des Artikels ging es darum Ihre ganz persönliche Schatzkarte zu erstellen. Sie konnten herausfinden, wo Ihre Stärken und Ressourcen, Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen als auch Ihre Wertvorstellungen und Motivatoren liegen. Mit der Schatzkarte in den Händen, können Sie nun die Segel setzen. Das Abenteuer Schatzsuche beginnt! Ihre Schatzkarte dient Ihnen wie ein Kompass. Er navigiert Sie in die richtige Richtung. Nur der Kompass alleine wird Ihnen nicht reichen, um sicher ans Ziel zu kommen. Stellen Sie sich eine richtige Schatzsuche, wie bei Indianer Jones, vor. Der Weg ist oft gepflastert von Hindernissen, die überwunden werden müssen. Sie müssen Irrwege in Kauf nehmen. Es sind Ihnen Räuber und Piraten auf der Spur. Oder aber Sie stehen direkt vor dem verborgenen Schatz und können die geheime Inschrift auf dem Tor nicht entziffern, das den Weg zum Schatz freigibt.

 

Damit Sie Ihren Schatz auch bergen können, ist es zunächst erforderlich herauszufinden, wo die Reise überhaupt hingeht.

 

1. Welchen Zielhafen steuern Sie an?

 

Dies bedarf einer gründlichen Reiseplanung. Zunächst sollten Sie Ihre Schatzkarte genau betrachten und herausfinden, wo Ihr Zielhafen - das Ende der Reise - liegt.

 

  • Auf das berufliche Feld bezogen, bedeutet es, welche Tätigkeit möchten Sie gerne ausüben? Dabei sollten Sie Ihre Wünsche, Fähigkeiten, Kompetenzen (ermittelt aus Ihrer Schatzkarte) mit Ihren Wunsch-Tätigkeiten in Einklang bringen.

  • Mit welchen Themengebieten möchten Sie sich gerne auseinander setzen? Welchen Wissensvorrat haben Sie, aus dem Sie schöpfen können? Dies können Themen sein, die Sie bisher nicht im beruflichen Umfeld eingesetzt haben, mit denen Sie sich aber gerne beschäftigen.

  • Welche neuen Wissensgebiete müssen Sie noch erschließen? Wenn Sie auf Ihrer Schatzkarte den Zielhafen eingezeichnet sehen, ist es möglich, dass Sie bis zu Ihrem Ziel neue Wissensgebiete erschließen müssen. Wie können Sie dies erreichen?

  • Mit welchen Gegenständen und Dingen möchten Sie täglich arbeiten oder welche Produkte und Dienst-leistungen möchten Sie verkaufen oder herstellen?

  • Zudem sollten Sie sich überlegen, mit welchen Kollegen und Kunden Sie gerne zusammenarbeiten möchten. Gibt es eine Alterstruktur oder bestimmte Verhaltensweisen, die Ihnen in der Zusammenarbeit mit Kollegen/Kunden besonders wichtig sind?

 

2. Welche Gegenleistung erwarten Sie für Ihre Arbeit und welchen Sinn verfolgen Sie?

 

Um in Ihrer Arbeit Erfüllung zu finden, ist es wichtig sich neben den Themengebieten, Produkten, Kunden und Kollegen auch mit dem Gegenwert und dem Sinn Ihrer Arbeit zu beschäftigen.

 

  • Welche Gegenleistung erwarten Sie für Ihre Arbeit? Hierbei geht es um Ihre Gehaltsvorstellung als auch um die Frage, was Sie sich von Ihrem Arbeitsumfeld als Gegenleistungen erwarten.

  • Welchen Sinn verfolgen Sie mit Ihrer Tätigkeit? Welche inneren Antreiber nehmen Sie wahr? Was motiviert Sie am Meisten? Die Offenlegung Ihrer Motivation ist entscheidend, um beruflich erfolgreich zu sein und zu bleiben.

 

3. Welche Entwicklungsschritte sind Sie bereit zu gehen und welche Ruheoasen können Sie aufsuchen?

 

Sie haben es fast geschafft. Nun sind Sie schon fast am Ziel Ihrer Reise angekommen. Sie stehen schon kurz davor den Schatz zu bergen. Aber es gibt noch Hürden, die Sie überwinden müssen, bevor Sie den Schatz in den Händen halten.

 

  • Welche konkreten Schritte sind Sie bereit zu gehen und welchen Preis sind Sie bereit zu zahlen? Überlegen Sie sich hier konkrete Zwischenziele oder Meilensteine auf Ihrem Weg zur Zielerreichung und belohnen Sie sich bei Erreichung?

  • Was ändert sich am Zielzustand in Anbetracht des Aufwandes? Welche Entwicklungsschritte sind überhaupt machbar?

  • Wo gibt es Ruheoasen, an denen Sie Kraft tanken können, wenn die Reise zu beschwerlich wird oder Ihnen einmal die Puste ausgeht? Welche Inseln müssen Sie anfahren, um wieder neue Energie zu schöpfen?

  • Und wen können Sie um Hilfe bitten? Gibt es Personen, die Sie bei der Schatzsuche erfolgreich unterstützen können?

 

4. Achtung Piraten!

 

Wie in jedem Schatzsucherfilm muss sich der Held vor Räubern und Piraten in Acht nehmen, die kurz vor dem Ziel die Schatzkarte oder gar den geborgenen Schatz entwenden.

 

  • Welche Hindernisse und Rückschläge könnten auf dem Weg zum Zielhafen auf Sie zukommen? Mit welchen Stolpersteinen müssen Sie rechnen und gibt es Möglichkeiten diese zu Trittsteinen zu verwandeln?

  • Wie kann ich Hindernisse überwinden? Überlegen Sie sich, wie Sie in der Vergangenheit mit Rückschlägen erfolgreich umgegangen sind. Welche Strategien haben Sie dabei angewendet? Wie können Sie diese auf das jetzige Hindernis übertragen?

  • Wofür könnten diese Hindernisse und Rückschläge nützlich sein? Was können Sie daraus lernen oder positives ziehen?

 

Jetzt ist es ein Leichtes für Sie, dem Ruf der Trommeln zu folgen. Der Klang wird immer lauter, je näher Sie Ihrem Schatz kommen. Lassen Sie sich nicht abhalten, nicht in Irrwege verleiten. Gönnen Sie sich Verschnaufpausen, wenn Sie merken, dass der Weg zu weit, die Hürden zu hoch werden. Und sollten Piraten Ihren Weg kreuzen, so haben Sie nun geeignete Strategien, um diese abzuwenden.

 

Diese Methode unterstützt Sie dabei herauszufinden, was Ihre innere wahre BeRUFung wirklich ist und hilft Ihnen mutig Ihren Weg zu gehen. Durch intensive Auseinandersetzung mit Ihren inneren Potentialen und Ressourcen, Ihren Ruhe- und Kraftoasen sowie mit passenden Strategien gegen Hindernisse und mögliche Rückschläge sind nun Sie bestens gerüstet. 

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung! 

Dem inneren Ruf folgen - meine BeRUFung finden – 1. Teil

So gewinnen Sie Klarheit über Ihre Werte, Kenntnisse und BeRUFsvorstellung 

Manche Menschen, denen wir begegnen, wirken zutiefst zufrieden. Sie strahlen eine innere Ruhe und Souveränität aus und leben auch beruflich Ihren Traum. Sie haben Ihre innere BeRUFung gefunden und erzeugen dadurch in uns eine spürbare Resonanz. Scheinbar mit Leichtigkeit folgen Sie ihrem inneren RUF und setzen dies auch beruflich um. In unserem Leben stoßen wir alle einmal an den Punkt, indem wir uns fragen, ob das, was wir tun, uns wirklich erfüllt. Oder aber wir wissen nicht genau, was uns eigentlich antreibt und was wir beRUFlich tun möchten.

 

In diesem Monat möchte ich Ihnen den ersten Teil einer sehr kraftvollen Methode im Rahmen eines Karrierecoachings vorstellen. Sie eignet sich dazu Klarheit darüber zu gewinnen, welche inneren Werte einen antreiben, über welche Kenntnisse und Fähigkeiten man verfügt und die Stärken und Entwicklungsfelder in Einklang mit den BeRUFsvorstellung zu bringen.

 

Erstellung Ihrer persönlichen Schatzkarte

Stellen Sie sich die Herauskristallisierung Ihrer beruflichen Erfüllung wie die Suche nach einem wertvollen Schatz vor. Dabei erleichtert eine Schatzkarte die Suche nach dem verborgenen Schatz. Sie kann einen Schritt für Schritt dort hin lenken, wo genau der Schatz verborgen ist und man graben kann...

Im ersten Schritt geht es also darum, mit dem Klienten, seine ganz individuelle Schatzkarte zu zeichnen, die hilfreiche Anhaltspunkte für die (berufliche) Reise gibt. Im Folgenden möchte ich Ihnen unterschiedliche Impulse geben, mit welchen Fragestellungen, die den Klienten bei der Erstellung seiner Schatzkarte unterstützen können.

 

1. Welche Ressourcen sind bereits vorhanden?

  • Was können Sie besonders gut?

  • Was geht Ihnen leicht von der Hand?

 

2. Über welche Persönlichkeitsmerkmale und Schlüsselqualifikationen verfügen Sie?

  • Was genau zeichnet Sie als Mensch aus?

  • Über welche kommunikativen, sozialen und methodischen Kompetenzen verfügen Sie?

 

3. Wie sieht Ihre berufliche Entwicklung aus?

Schulzeit, Berufsausbildung oder Studium:

  • Mit welchen Themen/Wissensgebieten haben Sie sich gerne beschäftigt?

  • Welche Aufgaben haben Schwierigkeiten bereitet? Wie sind Sie damit umgegangen und welche Konsequenzen haben Sie daraus gezogen?

 

Sammlung praktischer Erfahrungen:

  • Welche praktischen Erfahrungen konnten Sie bisher sammeln? Welche Aufgaben haben Ihnen dabei besonderes gefallen?

  • Welche Verbindung zwischen theoretischen und praktischen Wissen war möglich?

  • Rückmeldungen von Kollegen/Vorgesetzten?

 

Erfahrungen im Ausland:

  • Welche wertvollen Erfahrungen haben Sie im Ausland gemacht?

  • Welche Fähigkeiten haben Sie dort weiter ausgebaut oder neu erworben?

 

4. Persönliche Entwicklung

Soziales Engagement:

  • Welches weitere Engagement haben Sie? Was motiviert Sie dazu und welche persönlichen Wertvorstellungen finden Sie hier verkörpert?

  • Auf welche Gegenwerte, die Sie für Ihren Einsatz erhalten, möchten Sie nicht verzichten?

 

besondere Kenntnisse und Wertvorstellungen:

  • Welche weiteren besonderen Kenntnisse/ Interessen haben Sie?

  • Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig?

 

Freizeitaktivitäten:

  • Was genau gefällt Ihnen dabei und was motiviert Sie? Angenommen, Sie könnten diesen Motivationsfaktor auf Ihre berufliche Tätigkeit übertragen, was würde sich Ihrer Einstellung zur Arbeit, an der Ausführung und am Resultat Ihrer Arbeit verändern?

 

Was bereitet Freude und Wohlbefinden?

  • Bei welchen Aktivitäten verge ssen Sie die Zeit?

  • Welche Beschäftigungen führen dazu, dass Sie sich entspannen und gute Laune bekommen?

  • Worin liegt Ihr Beitrag, um dieses positive Gefühl auszulösen? Was ist der Beitrag von anderen?

 

5. Stärken und Entwicklungsfelder

Der letzte Wegweiser in Ihrer persönlichen Schatzkarte ist die Auseinandersetzung mit den individuellen Stärken und Entwicklungsfeldern.

 

Um hier etwas tiefer zu schürfen, können folgenden Fragen hilfreich sein:

  • Woher ziehen Sie Ihre Lebensenergie?

  • Wie nehmen Sie Ihre Umwelt war?

  • Wie treffen und beurteilen Sie Entscheidungen?

  • Wie viel Struktur benötigen Sie in Ihrem Leben?

 

Herzlichen Glückwunsch! Sie halten nun Ihre ganz persönliche Schatzkarte in den Händen. Jetzt können Sie die Segel setzen und den verborgenen Schatz bergen!

 

Lesen Sie in meinem nächsten Impuls, wie diese Methode weitergeht. Lassen Sie sich von der Reiseplanung und der Ausgrabung des Schatzes inspirieren und folgend Sie Ihrem ganz persönlichen inneren RUF zu Ihrer BeRUFung.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren!

Ihre Sabine Dohmen

Endlich Sommerpause!

Tipps und Anregungen, wie Sie diese kreativ für sich nutzen können. 

 

Da ist sie wieder, die heiß geliebte, bei manch einem meiner Trainerkollegen und Coaches auch verhasste, Sommerpause. Die Unternehmen fahren auf ‚Sparflamme’, Urlaubsvertretungen und Übergaben sind an der Tagesordnung. Alle versuchen noch schnell möglichst viel abzuarbeiten, um mit reinem Tisch und gutem Gewissen in die Ferienzeit zu starten. Da stehen die Chancen einen Auftrag für ein Training oder Coaching zu bekommen eher schlecht.

 

Katastrophe? Das denken die einen von uns. Ich finde, die Sommerpause ist eine gute Chance um sich neu zu besinnen, zu sortieren und einiges zu reflektieren.

 

Heute möchte ich Ihnen hilfreiche Impulse und Anregungen geben, wie Sie Ihre Sommerpause zielgerichtet und kreativ für sich und Ihre Arbeit nutzen können.

 

1. Reinen Tisch machen

Sortieren Sie Ihre Unterlagen und Rechnungen. Heften Sie alle losen Blätter in übersichtlich beschriftete Ordner ab. Schreiben Sie noch offene Rechnungen oder gar Mahnungen. Und überlegen Sie, von welchen losen Blättern oder Haftnotizen Sie sich mit ruhigem Gewissen trennen können. Ein aufgeräumter und gut sortierter Schreibtisch macht einen klaren Kopf.

 

2. Zielsetzungen checken

Ich selbst nutze diese ruhige Zeit sehr gerne, um meine Ziele wieder neu auszurichten. Was habe ich im vergangenen halben Jahr alles geschafft? Welche meiner gesteckten Ziele habe ich erreicht? Welche Ziele kann ich mit ruhigem Gewissen loslassen? Oder welche Ziele sollte ich noch einmal umformulieren? Zudem überlege ich mir, was und vor allem wie ich meine Ziele und Projekte nach der Sommerpause gerne angehen möchte.

 

3. Reflektion der durchgeführte Projekte

Gerne nehme ich in dieser Zeit auch mein Projekt-Tagebuch in die Hand. Dort schreibe ich im Laufe des Jahres all meine Impulse, neue Geschäftsideen, Spinnereien und Gedanken hinein. Aber ich nutze es auch, um mir während oder nach einem Projekt Notizen zu machen. Ich schreibe mir auf, was mir besonders gut gelungen ist. Was beim Kunden sehr positiv ange-nommen wurde. Und welche Methode ich bei welcher Fragestellung erfolgreich eingesetzt habe. Auch stehen dort wertvolle Hinweise, wann und in welcher Situation ich mich unwohl gefühlt habe. Etwas für mich nicht so erfolgreich gelaufen ist. Vor allem meine ‚lessons learned’ – was ich künftig anders angehen werde.

 

Dies sind für mich wertvolle Hinweise zu denen ich mir gerne noch einmal Gedanken mache. Ich stelle mir dann folgende Fragen:

  • Was oder wer kann mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen?

  • In welcher Situation war das Problem leichter?

  • Was war in dieser Situation anders bzw. was habe ich in dieser Situation anders gemacht?

 

Hierbei lege ich besonderen Wert darauf, dass die Ausrichtung meiner Gedanken vor allem ressourcen- und lösungsorientiert – und nicht problemorientiert – ist.

 

Sollte ich bei einem dieser Punkte dennoch nicht weiterkommen, nutze ich dies für ein kurzes Feedback mit meinen Freunden, Kollegen oder auch Kunden. In einem persönlichen Gespräch oder am Telefon lassen sich einige Fragestellungen sehr gut klären und geben neue Hinweise auf eine Lösung.

 

4. Einsatz von Kreativmethoden

Wenn mir bei einem sehr wichtigen Punkt keine Ideen oder neue Anregungen einfallen, nutze ich gerne einige Kreativtechniken, die mir helfen neie Ideen ohne Bewertung zu entwickeln. Meine liebsten Kreativ-techniken sind:

  • Walt Disney mit zirkulären Fragen kombiniert

  • Dream Team

  • Brainfloating

Ich bin immer wieder erstaunt, was ich bereits alles weiß und was in mir steckt, wenn ich diese Methoden anwende. Nachdem ich viele neue Impulse gesammelt habe, lasse ich diese gerne erst einmal sacken, ohne sofort auf Umsetzbarkeit zu prüfen. Dann erst überlege ich mir, wie ich mehrere Ideen - wie in einem Puzzle - miteinander verbinden kann. Zu guter Letzt mache ich mir darüber Gedanken, was die Idee braucht, damit die Lösung ins Schwarze trifft.

 

4. (Neu)Ausrichtung nach der Sommerpause

Diese Sommerpause möchte ich gerne dazu nutzen, um mein eigenes Profil nachzuschärfen und mir noch einmal genauere Gedanken über meine Produkte und Leistungen zu machen. Stimmen meine angebotenen Leistungen noch mit meiner Ausrichtung überein? Wie zielführend sind sie oder muss ich diese weiterentwickeln? Wo steht mein Kunde bei diesen Punkten und vor allem welche Lösungen kann ich ihm bei seinen Problemen anbieten?

Um diese Fragen zu klären, werde ich in diesen Sommer selbst ein Coaching in Anspruch nehmen. Was ich dabei gelernt habe und wie ich dies künftig umsetzen werde, erfahren Sie in einem anderen Beitrag.

 

Ich möchte ich Ihnen allen eine schöne, erholsame und kreative Sommerpause wünschen und freue mich darauf Sie im Herbst wieder mit meinen Impulsen begeistern zu dürfen.

 

Herzlichst Ihre Sabine Dohmen

Raus aus dem Strudel

Wie Sie erfolgreich Ihren Pausenknopf drücken können

Kennen Sie das auch? So manch ein Morgen mag uns einfach nicht recht gelingen. Wir setzen uns am Abend hin und überlegen, was wir am kommenden Tag zu erledigen haben, wie wir ihn gestalten wollen, aber es kommt alles ganz anders als geplant...

 

Heute war es auch bei mir wieder einmal so weit. Ich hatte mir alles zurecht gelegt, genau geplant und notiert, was ich für diesen Tag erledigen wollte. Ich stellte mir am Abend den Wecker auf 6.00 Uhr, um mich in Ruhe fertig zu machen, zu Frühstücken und im Anschluss meine Kinder - ohne Hektik -  fertig zu machen. Aber, es kam alles ganz anders....

 

Meine Tochter wachte bereits um halb sechs Uhr auf und war zum Einschlafen nicht mehr zu bewegen. Durch den Lärm animiert, kroch nun auch mein Sohn aus den Federn. Dann also Plan B - nicht in Ruhe Frühstücken und Café trinken, sondern erst einmal die Kinder versorgen.

 

Trotz großer Hektik und Eile, schafften wir es nicht pünktlich aus dem Haus. Ich spürte, wie meine gute Laune zunehmend schwand und leicht gereizt reagierte. Auf dem Weg zur Betreuungseinrichtung stellte ich mit einem Blick auf die Uhr fest, dass wir zu spät dran waren und auch noch mein Tank leer war. Mist. Die Kinder abgegeben, wollte ich schnell zum tanken, musste aber wegen einer Baustelle, einen großen Umweg um die ganze Stadt nehmen.

 

Ich saß nervös und angespannt am Steuer. Wollte ich doch um 9.00 Uhr meine Arbeit beginnen, da ich sonst – laut meinem Zeitplan – meine to do’s nicht mehr schaffe. Durch den Umweg, den ich fahren musste, kam ich an unserem Erdbeer- und ‚Blumenzumselberschneidenfeld’ vorbei.

 

Der Pausenknopf

 

Kurzer Hand bog ich rechts ab und hielt an. Ich stieg aus dem Auto aus, drückte innerlich meinen ‚Pausenknopf’. Ich atmete tief ein und aus und sog die herrliche klare Morgenluft in mich ein und machte mir bewusst, wo ich gerade stehe, wie sich mein Körper durch die Hektik angespannt hatte und wie unruhig ich im Kopf war. Wollte ich so meinen Tag beginnen?

 

Ich beschloss mir eine große Schale duftender, roter Erdbeeren zu kaufen und mir auf dem Blumenfeld noch eine schöne Sonnenblume zu schneiden. Ich ging durch die matschige Erde, die nun dick an meinen Schuhen klebte und schnitt mir die schönste Blume ab.

 

Gut gelaunt und voller Vorfreude, fuhr ich weiter ins Büro. Es war halb zehn, ich war entspannt und offen für einen schönen Tag.

 

Der Matsch klebt immer noch an meinen Schuhen, aber ich trage ihn mit stolz, denn er erinnert mich daran, wie ich es heute geschafft habe, mich selbst aus dem Strudel der Hektik und schlechten Laune zu ziehen. Meine Sonnenblume steht nun vor mir auf meinem Schreibtisch und lächelt mir zu.

 

 

Fragen, die Ihnen helfen, im Strudel der Hektik einen klaren Kopf zu bewahren

 

  • Was will ich jetzt erreichen?

  • Was ist mir langfristig wichtig?

  • Was möchte ich aus dieser Situation ziehen?

  • Wie kann ich dafür jetzt handeln?

 

Mit etwas Übung können auch Sie lernen, Ihren ganz persönlichen ‚Pausenknopf’ zu drücken, um sich aus dem Strudel zu ziehen. Blicken Sie in der Vogelperspektive auf sich und das Geschehen, um in Ruhe eine Entscheidungen zu treffen. Dafür sollten Sie sich darüber im Klaren sein, was Ihnen – langfristig – wirklich wichtig ist. Stellen Sie sich vor, Sie haben dieses Bild ganz tief in sich verwurzelt. Es dient Ihnen wie ein Leuchtturm.

 

Der Leuchtturm als Symbol der Zielrichtung

 

Er kann Ihnen in Sekundenschnelle die Zielrichtung angeben und Sie sicher durch stürmische Momente des Lebens führen. Dieser Leuchtturm enthält Ihre ganz persönlichen Leitbilder, Werte und Vorstellungen, wie Ihr erfülltes und glückliches Leben aussehen soll. Er hilft Ihnen, sich in kritischen Situationen vor Augen zu führen, was Sie wirklich wollen und sich für eine passende Reaktion zu entscheiden.

 

Reise in die Zukunft

 

Um sich Ihrer Ziele, Werte und Vorstellungen bewusst zu machen, ist es hilfreich, sich auf eine Reise in die Zukunft – oder eine Visionsreise – zu begeben. Konzentrieren Sie sich dabei ganz auf sich selbst, achten Sie auf Ruhe und Entspannung. Suchen Sie sich einen schönen Ort aus, an dem Sie diese kleine Reise durchführen können. Schließen Sie dabei die Augen, um die Szene wie auf einer Kinoleinwand ablaufen zu lassen und hören Sie sich selbst zu, wie Sie zu sich sprechen.

 

Stellen Sie sich vor, Sie machen einen Zeitsprung – 15 Jahre in die Zukunft. Sie leben das Leben, was Sie immer leben wollten. Sie fühlen sich rundum wohl, ausgeglichen und zufrieden. Sie sehen dies in Ihren leuchtenden Augen und Ihrer entspannten Körperhaltung. Stellen Sie sich vor, dass Sie nun ein Selbstgespräch mit Ihrem ‚Zukunfts-ICH' führen:

  • Ich bin der Mensch geworden, der...

  • Ich bin dir sehr dankbar, dass ich von Dir lernen konnte, was im Leben wirklich zählt, wie...

  • Für mich war es das Wichtigste, dass...

  • Was ich bewundere, ist, dass Dir gelungen ist,...

  • Ich bin stolz darauf jetzt so zu sein....

  • Was mir auf diesem Weg geholfen hat, war...

 

Halten Sie Ihre Erfahrungen, wichtigen Sätze und Bilder nach dieser Reise schriftlich fest.

  • Welche Wertvorstellungen und Ziele haben Sie?

  • Welche Stärken und Fähigkeiten tragen Sie in sich, die Ihnen Unterstützung geben?

  • Wie können Sie diese in Ihr Leben integrieren?

  • Was konkret können Sie dafür tun?

 

Schreiben Sie sich nun alle gesammelten Werte auf ein Papier und wählen Sie in Ruhe Ihre drei Wichtigsten aus. Jetzt überlegen Sie sich, wie Sie diese jeden Tag leben können.

  • Woran sehen Sie dies festmachen?

  • Woran erkennen es andere Menschen?

  • Was können Sie konkret jeden Tag tun?

 

Um sich immer wieder an Ihre drei wichtigsten Werte zu erinnern, können Sie diese gerne visualisieren. Zum Beispiel sammeln Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang drei schöne große Steine, bemalen diese und schreiben jeweils einen Ihrer Werte darauf. Seien Sie kreativ!

 

Das Wichtigste zuerst!

 

Bei einem Seminar habe ich folgenden Impuls mitgenommen, den ich heute gerne an Sie weiter geben möchte:

 

Die großen Steine (als Symbol Ihrer drei wichtigsten Werte) füllen Sie immer zuerst in das Glas, dann die Kieselsteine und zum Schluss den Sand. Denn wenn Sie es anders machen, passen Ihre Wertsteine nicht mehr hinein.

 

Deshalb achten Sie darauf, dass Sie Ihre wichtigsten Werte immer an erste Stelle setzen und leben!

 

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Nix gsagt is globt gnua

Juni 2014

Vorteile einer positiven Gesprächskultur

 

Jedes Jahr werden sie geführt, unzählige Gespräche, unzählige Stunden: Mitarbeiter- und Beurteilungsgespräche, Feedbackgespräche, Standort-gespräche, Austrittsgespräche, Einstellungsgespräche, Potentialgespräche, Versetzungsgespräche. Die einen Unternehmen führen sie ausführlicher, die anderen eher minimalistisch. Die Frage nach der Qualität und Sinnhaftigkeit steht im Raum, die ‚lästige’ Dokumentation mal außen vor gelassen.

 

Wie ehrlich werden gestellte Fragen beantwortet? Wie oft wird ‚um den ‚heißen Brei’ gesprochen oder gar geschwiegen?

 

Welche Ursachen und Hintergründe hat es, dass in den einen Unternehmen Mitarbeiter und Führungskraft vertrauensvoll und offen miteinander sprechen können, während in anderen nur hinter vorgehaltener Hand kritische Äußerungen getätigt werden?

 

Die Antwort ist einfach: eine positive Gesprächskultur.

 

Nichts klingt einfacher als das. Doch einmal hinter die Kulissen geschaut, zeigt sich ein erschreckendes Bild. Wie wenig wertschätzend wird häufig kommuniziert, wie wenig Annerkennung und Lob erhalten die Mitarbeiter im Laufe des Jahres?

 

In Bayern gibt es einen Ausspruch: ‚Nix gsagt is globt gnua!’ – was so viel bedeutet wie, wenn ich keine Kritik äußere ist das schon Lob genug. Wird tatsächlich ernsthaft erwartet, dass in den jährlichen instrumentalisierten Gesprächen ehrlich und kritisch seine Meinung kundgetan wird, wenn über das Jahr hinweg keine offene Kommunikation stattfindet?

 

Ebenso verhält es sich mit dem Begriff Feedback. Häufig hat es schon den Touch einer Drohung, wenn jemand äußert: ‚Ich möchte Dir gerne ein Feedback geben!’ Natürlich kann man dieses ablehnen, jedoch wird man dann schnell als kritikunfähig ‚abgestempelt’ und das hat wieder Auswirklungen auf das jährliche Leistungsbeurteilungsgespräch.

 

Erfolgsfaktoren einer positiven Gesprächskultur

 

Das in Japan verwendete Schriftzeichen für Kommunikation ist gleichbedeutend mit “Vertrauen vermitteln” – das eine wird mit dem anderen gleichgesetzt. Gute und damit echte Kommunikation ist nur möglich, wenn die Kommunikationspartner einander vertrauen. Mangelt es aber an Glaubwürdigkeit, bringen Problemlösungs-, Kritik- und Beurteilungsgespräche nicht viel, da die Vertrauensbasis fehlt.

 

Ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Kommunikation, um Vertrauen zu vermitteln, ist die gegenseitige Wertschätzung. Dann findet auch eine authentische Kommunikation statt, in der beide Seiten offen, und ohne Unbehagen, konkrete Fakten besprechen können.

 

Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist die Ehrlichkeit in der Unternehmenskommuni-kation, wenn eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft erreicht werden soll. Hierbei ist konkretes, zeitnahes und wertschätzendes Feedback ein zentraler Angelpunkt. Das bedeutet aber auch Konfrontationen einzugehen und Entscheidungen zu treffen. Nur wer zu seinen Entscheidungen steht, schafft auch das nötige Maß an Vertrauen. Ebenso schafft Zuverlässigkeit Vertrauen, was bedeutet, dass den Worten, auch entsprechende Taten folgen müssen.

 

Ihre Vorteile einer positiven Gesprächskultur

 

Die Schaffung einer positiven Gesprächskultur in Unternehmen hat viele Vorteile:

 

  • Kosteneinsparungen, da die Mitarbeiter produktiv arbeiten können und sich nicht ‚verwalten’

  • Höhere Flexibilität im Unternehmen

  • Förderung der Kreativität und Innovation

  • Bindung an das Unternehmen sowie Steigerung der inneren Motivation

  • Letztendlich führt sie zu mehr Unternehmenserfolg und zu einer stärkeren Position im Wettbewerb.

 

Neugierig auf mehr? Wenn Sie nähere Informationen über die Umsetzung und nachhaltige Implementierung einer positiven Gesprächskultur in Ihrem Unternehmen erfahren möchten, sprechen Sie mich gerne an.

 

Ich freue mich auf Ihren Kontakt. 

IMPULS Die Geschichte der drei Wünsche

Mai 2014

"Alles neu macht der Mai" lautet eine alte Redewendung. Aus diesem Grund gebe ich Ihnen im Mai einen etwas anderen Impuls. Sichern Sie den Lerntransfer bei Ihrem Workshop oder Training mal auf eine andere Art und Weise und regen Sie dadurch spielerisch das Nachdenken der Teilnehmer an.

 

Geschichte: Die drei Wünsche

 

Ein junger Mann ging, wie jeden Tag, zu Fuß in seine Arbeit. Auf dem Weg dorthin entdeckte er einen neuen Laden, auf dessen Schild stand mit großen Buchstaben: Wir erfüllen Ihnen drei Wünsche!

 

Der Mann dachte sich erst, was für ein seltsamer Laden, wie kann man Wünsche erfüllen? Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu! Aber irgendetwas zog ihn in den Laden. Einmal hineingehen und sich umsehen kostet ja schließlich nichts.

 

Neugierig betrat er den Laden und sah sich um. Aber außer der Ladentheke war nichts zu sehen, keine Waren, keine Bilder - nichts. Etwas irritiert fragte er die freundliche ältere Dame hinter der Theke: "Was verkaufen Sie denn? Ich sehe hier ja gar nichts. Auf dem Schild draußen steht, dass Sie drei Wünsche erfüllen."

 

Die nette Frau antwortete Ihm „Ja, das ist schon richtig. Ich erfülle Ihnen wirklich drei Ihrer Wünsche. Sagen Sie mir, was Sie sich wünschen und ich werde Ihnen diese drei Wünsche schenken.“

 

Der Mann überlegte lange, er dachte sich, ein Versuch ist es wert, die Frau wollte noch nicht einmal Geld von Ihm haben. Er dachte über seine drei Wünsche nach und schließlich sagte er: „Ich habe mich entschieden, meine drei Wünsche sind folgende...“

 

Er nannte der älteren Dame seine Wünsche und diese antwortete ihm: „Das sind wirklich drei sehr gute Wünsche. Bitte warten Sie einen Augenblick, ich werde Sie Ihnen holen.“

Etwas verwirrt stand der Mann an der Ladentheke und wartete bis die Frau nach hinten ging und dort drei kleine Tütchen, beschriftet mit den drei Wünschen, für Ihn hervorholte. Sie überreichte Ihm die Tüten.

 

Er öffnete eines der Tüten. Dort fand der Mann ein Samenkorn. „Ich verstehe nicht, warum bekomme ich von Ihnen ein Samenkorn?“ fragte der die Frau.

 

 

Diese antwortete Ihm: „ Nun, ich habe Ihnen Ihre drei Wünsche in die Tüten gelegt, für das Einpflanzen, Gießen und die Pflege dieser Wünsche sind Sie selbst verantwortlich.“

 

Mein Impuls:

 

Bei meinen Trainings verwende ich diese metaphorische Geschichte sehr gerne am Ende eines gesamten Trainingskomplexes, um einen Lerntransfer sicherzustellen.

 

Hierzu bitte ich zunächst alle Teilnehmer sich in stiller Einzelarbeit Gedanken über das Training zu machen.

- Welche Themen möchten Sie gerne in Ihren Arbeitsalltag integrieren?

- Was möchten Sie für sich mitnehmen?

- Was wünschen Sie sich in Zukunft besser umsetzen zu können?

 

Nachdem sich alle Teilnehmer Notizen gemacht haben, bitte ich Sie drei Moderationskarten zu beschriften und jeweils auf eine Karte einen 

'Wunsch’ (Umsetzungsthema) aufzuschreiben. Dann lese ich die Geschichte mit den drei Wünschen vor. Bei der Stelle, in der der Mann seine Wünsche äußert, mache ich eine kurze Pause (und verweise bei Bedarf auf die beschrifteten Moderationskarten.)

 

Zum Schluss händige ich allen Teilnehmern drei kleine Tütchen mit jeweils einem Samenkorn aus mit bitte Sie diese mit Ihren 'Wünschen' zu beschriften.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren!

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Sabine Dohmen

phone: +49 (0) 151 240 54 841

mail: info@die-impulswerkstatt.com